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Historie

1298 wurde der Orden der Büßerinnen der Heiligen Maria Magdalena von Röbel nach Malchow verlegt und erhielt hier von Fürst Nikolaus II. von Werle neben dem Patronat über die Klosterkirche auch ein Gebäude zur Einrichtung eines Klosters. Durch Schenkungen mehrte sich der Besitz des Klosters und ermöglichte die Errichtung weiterer Klostergebäude. Die Ordensstruktur wandelte sich im Laufe der Zeit. Noch im 14. Jahrhundert traten die Nonnen den Zisterziensern bei. Bot das Kloster anfangs eine Bleibe für "gefallene Mädchen", wurden diese nun mehr und mehr von Töchtern des Adels verdrängt. Als mit der Reformation die Säkularisation der Klöster betrieben wurde, forderten die Landstände den Erhalt einiger Einrichtungen, um ihre unverheirateten Töchter standesgemäß versorgen zu können. Am 2. Juli 1572 bestimmten die Herzöge Johann Albrecht I. und Ulrich die Übergabe der Klöster Dobbertin, Malchow und Ribnitz »... zu christlicher ehrbarer Auferziehung der inländischen Jungfrauen, so sich darin zu begeben Lust hätten.«

Mit der evangelischen Neuausrichtung der Klöster wird den neuen Beamten aufgetragen, darauf zu sehen, dass »die wahre christliche unverfälschte Religion, wie dieselbe in der Augspurgischen Confession so anno 1530 aufgerichtet ... und keine andere falsche Lehre und Abgötterey ... geduldet werde.« Ein weiterer entscheidender Umbruch vollzog sich 1918, als Vertreter der mecklenburgischen Regierung die Verstaatlichung der drei Landesklöster erklärten. Das Reichsgericht erkannte jedoch das Recht der Stiftsdamen auf weitere Versorgung an und gewährte auch bereits erteilte Anwartschaften. 1972 starb mit Getrud von Lücken die letzte Domina des Malchower Klosters. Sie fand ihre letzte Ruhestätte auf dem nahegelegenen Klosterfriedhof.